bigfish-team6.jpg
BIGFISH Angeln in Erkner Berlin / Brandenburg - Schwedentour 2009 - Hechtangeln
Schwedentour im April 2009 nach Västervik zum Hechtfischen
Benutzerbewertung: / 0
SchwachPerfekt 

 

Hechtfischen in Schweden 
 
 
 
Schwedentour im April 2009 nach Västervik zum Hechtfischen
 
Am 03.04.09 ging es für uns, Sohn und Vater, zu unserer zweiten gemeinsamen Schwedentour zum Hechtfischen in das Schärengebiet um Västervik.
Bereits im April 2007 waren wir in Västervik erfolgreich auf Tour, sodass wir uns nach der im letzten Jahr durchgeführten Spanientour wieder entschlossen haben nach Schweden zu fahren.
Nach einer Vorübernachtung in Saßnitz ging es dann am 04.04.09 um 8.00 Uhr mit der Fähre in Saßnitz Richtung Trelleborg los.
 Kreidefelsen von Rügen
 
 
 
 
 
Im Hintergrund die Kreidefelsen von
Rügen
 
 
 
 
Nach vierstündiger Fahrt bei sehr ruhiger See in Trelleborg angekommen, ging es per Auto ca. 500 km Richtung Västervik weiter. Unterwegs wurden wir dann einige male doch etwas unruhig, weil einige Seen noch mit einer Eisschicht bedeckt waren. Wir fragten uns, wenn die flachen Buchten in den Schären auch noch zugefroren sind, ob wir wohl noch einen Eisbohrer mitnehmen hätten sollen.
 
 
 
 
 
Ankunft in
Trelleborg
 
 
 
 
 
 
 
 
Gegen 17.00 Uhr sind wir dann im Camp angekommen, an der Rezeption die Schlüssel in Empfang genommen und erst mal ab zur Hütte, wie nicht anders zu erwarten alles sauber, ganz und alles funktionsfähig. (auf der Fahrt durch Schweden aufpassen, diverse Blitzer). Sofort sind wir erst einmal zum Wasser gelaufen und siehe da, zum Glück kein Eis auf den Gewässern um Västervik, wird wohl am Salzgehalt des Wassers liegen.
 
Bootshaus des Camps
 
 
Gegen 19.00 Uhr wurde uns unser Boot übergeben, wichtig dabei die Kontrolle der Schraube, einige Einschläge hatte sie schon, wurde aber alles auf einem Übergabeprotokoll festgehalten, sodass es zum Ende des Urlaubes keine Überraschung gibt(eine Kaution von 300 € muss hinterlegt werden). Nach der Einweisung schnell noch im nahe gelegenen Supermarkt für das Wochenende eingekauft, gegessen und die Angeln für die nächsten Tage fertig gemacht, danach ab ins Bett und von dicken Hechten geträumt.
 
 
 
 
 
 
 
 
Unsere Hütte für die nächsten Tage
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Am nächsten Morgen gegen 6.00 Uhr aufstehen und Frühstücken und ab 7.00 Uhr auf dem Wasser, die aufgehende Sonne versprach einen sonnigen Tag, aber nach ca. einer Stunde zog sich der Himmel komplett zu und es fing an zu regnen. Nach Rücksprache mit Daniel( Campmanager und Guide) sollten wir in die „ Old Bay“ fahren, da eventuell in den Schären auf dem Wasser in den Buchten doch noch eine Eisschicht sei. Die „Old Bay“ ist ein sehr lang gestreckter Seenabschnitt mit sehr vielen kleinen und großen Buchten, Schilfgürteln, Krautfeldern etc. also ideale Bedingungen für unseren Zielfisch. Weil die Wassertemperatur noch um die 4- 5 Grad war, sollten wir es an den Kanten zwischen 4 und 6 Metern versuchen. Die großen Hechte warten auf wärmeres Wasser, um dann in die flacheren Bereiche zum laichen zu ziehen.
Erste Bucht angefahren, in der Mitte der Bucht ist noch ein Berg, und es dauert nicht lange, da haben wir die ersten Bisse, die wir aber nicht verwerten können. Die Hechte beißen sehr
„ spitz“, nur in die Schwänze der Gummifische, die bisse kommen meistens im anjiggen, also Angstdrilling montiert und siehe da, die ersten Hechte sind im Boot. 
 
 
 
Erster Hecht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Nach 2 Stunden war die Beißphase vorbei, die Hechte machten erst mal Pause, sodass wir uns auch mal eine kleine Leckerei zwischendurch gönnten.
Und wie sollte es in Schweden anders sein: eine kleine schwedische Mandeltorte belebt die Sinne ungemein.
Nach dem essen entschlossen wir uns in flache Buchten( Wassertiefen zwischen 0,3 und 1,0 m) zu fahren. Trotz der doch recht niedrigen Wassertemperaturen stand das Kraut in den Buchten recht hoch.
Nun änderten wir unsere Angelmethoden, Tom fing an zu jerken und ich machte die Fliegenrute fangbereit. Vor unserer Reise wurden noch einige vermeintlich fängige Streamer gebunden, welche jetzt ihre Feuertaufe bestehen mussten.
Es dauerte auch nicht lange und jeder hatte wieder einen Hecht am Band, für mich war es der erste mit Fliege gefangene Hecht in Schweden, kein Riese, aber es ist schon ein cooles Gefühl an der feinen Fliegenpeitsche einen Hecht zu drillen. Noch einige Attacken bei jedem von uns, aber gelandet wurde kein Fisch mehr, sodass es das für den ersten Angeltag war.
 
 
 
 Der nächste Tag sollte uns den Tag mit den meisten Hechten bescheren. Weil das Wetter doch recht gut war, entschlossen wir uns doch in die Schären zu fahren. Landschaftlich ist es absolut traumhaft, man hat seine Ruhe, das Wasser ist glasklar (Sichttiefen je nach Sonneneinstrahlung bis zu 8,0 m). Teilweise kommt es einem vor, dass man alleine auf dieser Welt ist. Aber in diesem Gewässerabschnitt muss man auch höllisch aufpassen wo man langfährt, eine Unachtsamkeit und man sitz auf einem Felsen auf, geringster Schaden ist nur ein Kratzer am Boot, aber es kann auch bis hin zum Totalschaden des Motors führen.
Vor unserem ersten Trip nach Schweden vor zwei Jahren legten wir uns eine Digitale Karte für unseren Kartenplotter zu, der uns die Navigation in den Gewässern ungemein erleichterte. Die eingezeichneten Untiefen stimmten 100 % ig mit den vor Ort vorgefundenen Situationen überein.
Nebeneffekt der Karte, in den Gefilden von kleinen und großen Inseln kann man schnell die Orientierung verlieren, mit der digitalen Karte behält man aber ständig die Übersicht.
Nicht nur vor Felsen im Wasser, auch vor eventuell querenden Elchen muss man sich in Acht nehmen. Wir hatten aber nicht das Vergnügen einen zu sehen.
Die Schären wechseln sich ab zwischen extrem tiefen Abschnitten, bis hin zu sehr flachen Bereichen.
Der absolute Hammer ist es natürlich im flachen Wasser zu fischen, da man dann auf Sicht fischen kann.
Der Adrenalinspiegel spielt dann verrückt, wenn man sieht, wie die Hechte die Köder attackieren oder misstrauisch den Ködern hinterher schwimmen und sich nicht richtig entscheiden können 
 
57 m tief      50 cm tief
   
Gleich in der ersten Bucht fingen wir an diesem Vormittag 11 Hechte. Durch den leichten Wind hatten wir auch ideale Bedingungen, welche die Hechte in einen wahren Fressrausch brachten, diverse Attacken und im Drill verlorene Fische rundeten den Vormittag ab.
Die ganze Sache dauerte zwei bis gute drei Stunden und danach war wieder Ruhe.
Weiter ging es in einer vom letzten Mal bekannten Bucht( an einem Nachmittag 2007 hatten wir dort 23 Hechte), aber der Wind lies im laufe des Tages merklich nach und damit auch die Beißlust der Hechte. Trotzdem konnten wir noch 5 weitere Hechte überlisten. Jerkbait schlug heute die Fliege mit neun zu sieben. 
 
Tom mit dicken Hecht
 
Der dritte Tag, auch wieder in den Schären, brachte uns nur drei Hechte. Wir konnten die Hechte in den flachen Buchten beobachten wie sie sich sonnten. Bei totaler Windstille war die Beißlust der Hechte auf dem Tiefpunkt angelangt.
 
 
 
 
Die Wolke auf dem Bild war ein sich sonnender Hecht auf der Flucht vor uns.
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
Der vierte Tag begann mit dichtem Nebel. Aus Sicherheitsgründen durften wir erst gegen 10.00 Uhr starten. Wir fuhren wieder in die „ Old Bay“ um den etwas größeren Hechte'n nachzustellen. Und unsere Entscheidung wurde belohnt. Zwischen sonnigen Abschnitten und teilweise doch recht kräftigen Regen konnten ich zwei Fische mit 83 und 85 cm und Tom einen Hecht mit 90 cm fangen.
 
 
 
Köder waren diesmal wieder Gummifische, sowie die altbewährten Super Shad Raps von Rapala und Wobbler der neuen Illex Serie.
 
 
 
  
Insgesamt konnten wir neun Hechte ins Boot holen, viele Bisse rundeten den Tag dann noch ab, sodass wir erschöpft den Abend ausklingen lassen konnten und hundemüde ins Bett gefallen sind.
Tom träumte sicherlich noch vom Einmeter plus Hecht, aber es sollte Ihm, in den noch verbleibenden Tagen nicht vergönnt sein, die Metermarke zu knacken.
 
Tag fünf begann wie der Vortag, mit Nebel, aber nicht so dicht, sodass wir gleich am Morgen aufs Wasser sind.
Nach der erfolgreichen Tour vom Vortag sind wir wieder in die „Old Bay“, mit dem Ziel vielleicht doch noch einen Meterfisch zu fangen, aber der ganze Tag verlief sehr ruhig, nur sporadische Fischkontakte, es fehlte ganz einfach Wind auf dem Wasser.
Einige Angler aus unserem Camp hatten an diesem Tag gar keinen Fisch, mit uns waren wenigstens fünf Hechte gnädig und ließen bei uns nicht allzu viel Frust aufkommen, aber so ist es nun mal beim Fischen.
 
Unser letzter Angeltag begann mit totaler Windstille, für das Boot fahren ist es ja recht angenehm, aber die Erfahrungen der letzten Tage hat gezeigt, ist kein Wind beißen die Fische schlecht oder gar nicht.
Wir wollten wieder in die Schären fahren und haben nur Jerkbaits und Fusseln eingepackt um den Hechten in den Flachwasserzonen nachzustellen. Durch die Sonne der letzten Tage hat sich das Wasser teilweise recht gut erwärmt, manche Buchten hatten Wassertemperaturen um die 10 grad.
In „unserer“ Bucht angekommen versuchten wir alles, aber den Hechten waren wohl unsere Köder egal, zwei Stunden intensiv gefischt und nicht ein Biss.
Aber irgendwann knallte es doch und zwar an der Fusselrute, mein bis Dato größter mit der Fliegenrute gefangener Hecht konnte sicher gelandet werden, und das beste daran war noch mit einer erst am Vorabend gebundenen Fliege, so war die Freude doppelt groß.
 
 82 cm im Drill  
 
Tom konnte auch noch einen Hecht überlisten, aber das war es erstmal. Wir fuhren noch einige uns unbekannte Buchten an, aber kein Hecht ging uns ans Band.
Im laufe des frühen Nachmittags kam dann doch noch der lang ersehnte Wind auf und wir entschlossen uns wieder in die Bucht, welche wir am Morgen befischten, zu fahren.
Der Wind blies schön in eine „Krautbucht“, wir machten dort halt und es dauerte auch nicht lange da waren die ersten Hechte verhaftet. Mit der Polbrille konnte man sehen, wie Hechte und Futterfisch in diese Bucht schwammen, um etwas Fressbares zu finden.
An diesem Tag konnte der Fusselwerfer den Holzklotzwerfer in der Bilanz der gefangenen Hechte mit sieben zu vier schlagen.
 
Nach nun sechs Tagen intensiven Fischen geht leider wieder ein schöner Angelurlaub zu Ende.
Das Fazit der Woche ist, wir haben 48 Hechte fangen können, davon waren die größten Fische, vier Fische über 80 cm und ein Fisch über 90 cm. Mit der Fliege konnte ich 16 Hechte fangen. Gerade das Fliegenfischen ist aufgrund der sehr hohen Hechtdichte in den Gewässern um Västervik eine sehr kurzweilige Fischerei, mehrere Fische am Tag sind immer möglich und wenn man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Hot Spot ist, klappt es bestimmt auch mal mit einem Meterfisch.
  
 
Am letzten Abend noch unser Boot gesäubert und übergeben (Kaution gab es in voller Höhe wieder zurück), eine italienische Angelgruppe konnte noch am letzten Tag Ihren Meterfisch ins Boot holen, wo? Natürlich in der „ Old Bay“ und mit Jerkbait.
 
 
 
 Die Gewinner der Woche: selbstgebundene Fliege und Jerkbait
 
 Nach kurzem Fazit der vergangenen Tage steht für uns fest: wir kommen im nächsten Jahr wieder
 Falls jemand mehr Infos zum Fischen in Västervik haben möchte kann er sich per Mail bei Bigfish melden.
 
Petri Heil: Tom und Jörg

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 24. Juli 2009 um 06:54 Uhr
 
Copyright © 2010 BIGFISH Angeln in Erkner Berlin / Brandenburg und Bodden. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
CMS-Umsetzung & -Betreuung durch PixQuell GbR aus Erkner bei Berlin